WordPress lernen

WordPress als Laie – ohne Technikprofi zu sein
Als ich mit WordPress angefangen habe, war mir ziemlich schnell klar, dass ich von Technik nicht besonders viel verstand. Das klingt heute vielleicht etwas merkwürdig, weil ich mich inzwischen mit vielen Dingen rund um Websites beschäftige. Damals war das aber ganz anders. Begriffe wie Hosting, Theme, Plugin, Datenbank oder SEO waren für mich zunächst keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem habe ich mich darauf eingelassen. Vielleicht gerade deshalb, weil ich irgendwann wissen wollte, wie das alles funktioniert. WordPress war für mich kein berufliches Werkzeug, sondern etwas völlig Neues, in das ich mich langsam hineingearbeitet habe. Mit 60 anzufangen, hatte dabei einen ganz besonderen Reiz. Ich musste niemandem etwas beweisen. Ich wollte einfach verstehen, wie man aus einer Idee eine eigene Website macht.
Am Anfang habe ich vieles gelesen. Dann habe ich ausprobiert. Anschließend habe ich festgestellt, dass das Gelesene manchmal nicht ganz zu dem passte, was ich auf meiner eigenen Website vor mir hatte. Also wurde wieder recherchiert. Genau so habe ich WordPress eigentlich gelernt. Nicht in einem Kurs und auch nicht mit einem großen Lernplan, sondern Stück für Stück. Eine Frage führte zur nächsten. Wenn ich wissen wollte, wie man eine bestimmte Einstellung verändert, habe ich danach gesucht. Wenn ich einen Begriff nicht verstanden habe, habe ich ihn nachgelesen. Irgendwann stellte ich fest, dass aus vielen einzelnen kleinen Erkenntnissen tatsächlich ein ziemlich brauchbares Wissen geworden war.
WordPress – Der Anfang war einfacher, als ich dachte
WordPress kann auf den ersten Blick ziemlich beeindruckend wirken. Wenn man zum ersten Mal im Dashboard landet, sieht man Menüs, Einstellungen und Begriffe, mit denen man vielleicht noch nichts anfangen kann. Genau hier sollte man sich meiner Meinung nach nicht verrückt machen. Man muss nicht am ersten Tag verstehen, was jede einzelne Funktion bedeutet. Ein Blog entsteht nicht dadurch, dass man alle Einstellungen kennt. Er entsteht dadurch, dass man Schritt für Schritt damit arbeitet.
Meine erste Website war deshalb auch kein technisches Meisterwerk. Sie musste es gar nicht sein. Ich wollte zunächst herausfinden, wie das System funktioniert. Ein Beitrag wurde geschrieben, eine Seite angelegt, ein Bild eingefügt und irgendwann kam die nächste Frage. Was ist ein Menü? Wie funktioniert eine Kategorie? Wie ändere ich das Design? Was macht ein Plugin? Nach und nach wurden aus Fragezeichen vertraute Begriffe.
Dabei hat mir geholfen, nicht alles gleichzeitig lernen zu wollen. Wenn ich heute noch einmal ganz von vorne anfangen würde, würde ich genauso vorgehen. Zunächst würde ich eine einfache Website aufbauen und mich nur mit den Funktionen beschäftigen, die ich tatsächlich brauche. Ein Theme auswählen, Beiträge schreiben, Seiten erstellen, Menüs einrichten und Bilder verwenden – mehr muss am Anfang gar nicht sein. Die komplizierteren Dinge können später kommen.
Gerade bei WordPress besteht nämlich die Gefahr, dass man sich von den Möglichkeiten ablenken lässt. Für fast alles gibt es ein Plugin oder eine Einstellung. Das kann faszinierend sein, aber auch ziemlich verwirrend. Ich habe selbst erlebt, wie schnell man von einer kleinen Frage bei fünf weiteren Themen landet. Deshalb finde ich es heute sinnvoller, sich immer nur das nächste Problem vorzunehmen. Wenn etwas funktioniert, muss man nicht sofort die nächste Baustelle aufmachen.
Natürlich gibt es technische Themen, bei denen man vorsichtig sein sollte. Backups, Sicherheit und wichtige Einstellungen sollte man nicht einfach nebenbei verändern, wenn man keine Ahnung davon hat. In solchen Fällen würde ich mich heute gründlich informieren und im Zweifel lieber einmal mehr nachlesen. Bei vielen anderen Dingen darf man dagegen ruhig ausprobieren.
WordPress lernen bedeutet für mich deshalb nicht, irgendwann alle Funktionen auswendig zu kennen. Viel wichtiger ist, dass man sich zutraut, eine Lösung zu suchen. Wenn heute irgendwo eine Einstellung auftaucht, die ich nicht kenne, denke ich nicht mehr automatisch: „Das kann ich nicht.“ Ich denke eher: „Das kenne ich noch nicht.“ Dieser kleine Unterschied macht erstaunlich viel aus.
WordPress ist nicht so schwer – man muss kein Technikprofi werden
Je länger ich mit WordPress arbeite, desto weniger glaube ich, dass man ein Technikprofi sein muss, um eine gute Website zu betreiben. Natürlich gibt es Menschen, die wesentlich tiefer in die Materie einsteigen. Sie beschäftigen sich mit Programmierung, Datenbanken, Servern und Dingen, bei denen ich irgendwann auch gerne einmal die Tür zumachen würde. Das ist völlig in Ordnung. Ein Blogger muss aber nicht alles davon beherrschen.
Ich weiß heute mehr über Websites als damals. Gleichzeitig weiß ich auch, wo meine Grenzen liegen. Wenn ein technisches Problem wirklich kompliziert wird, suche ich nach Informationen oder lasse mir helfen. Das ist keine Niederlage. Niemand muss alles selbst können.
Was ich Anfängern deshalb mitgeben würde, ist vor allem Geduld. WordPress wirkt am Anfang vielleicht kompliziert, aber viele Dinge werden erstaunlich schnell selbstverständlich. Irgendwann weiß man, wo man einen Beitrag erstellt, wie man ein Bild einfügt und wo die Menüs zu finden sind. Später kommen weitere Dinge dazu. So wächst das eigene Wissen fast nebenbei.
Man darf dabei ruhig Fehler machen. Natürlich sollte man bei wichtigen Änderungen vorsichtig sein, aber nicht jede falsche Einstellung bedeutet gleich eine Katastrophe. Man kann lernen, korrigieren und beim nächsten Mal anders vorgehen.
Genau das habe ich getan. WordPress ist für mich deshalb heute kein unüberschaubares technisches Monster mehr. Es ist ein Werkzeug, das ich immer besser kennengelernt habe. Und das Entscheidende ist: Ich habe es gelernt, obwohl ich mit 60 angefangen habe.
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis überhaupt: Du musst kein Technikprofi sein, um mit WordPress anzufangen. Du musst nur bereit sein, dich Schritt für Schritt darauf einzulassen.
Und noch etwas: Wenn du mal dein Webhosting wechseln möchtest – keine Sorge: ganz easy mit WordPress umziehen.
Noch etwas persönliches
Zu alt für WordPress? Das dachte ich anfangs auch
Als ich mit 60 angefangen habe, mich mit WordPress zu beschäftigen, kam mir irgendwann tatsächlich der Gedanke: Bin ich dafür nicht zu alt? Das war keine Frage, die mir jemand gestellt hatte. Sie kam von mir selbst. Schließlich sieht man im Internet viele junge Menschen, die Websites erstellen, programmieren und mit Technik scheinbar mühelos umgehen. Da kann man sich schon fragen, ob man mit 60 noch in diese Welt einsteigen sollte. Heute würde ich über diesen Gedanken wahrscheinlich schmunzeln. Damals war er allerdings durchaus ernst gemeint.
Das Alter war nicht das eigentliche Problem: Was mir geholfen hat, war die Erkenntnis, dass WordPress nicht voraussetzt, dass man 25 Jahre alt ist. Es interessiert die Software schließlich nicht, wie alt der Mensch vor dem Bildschirm ist. Man muss lernen, wie sie funktioniert. Das gilt mit 20 genauso wie mit 60. Natürlich hatte ich am Anfang keine Ahnung. Manche Begriffe waren neu und einige Dinge musste ich mehrfach lesen. Aber irgendwann wurde aus Unbekanntem etwas Vertrautes. Genau das passiert beim Lernen.
Ich habe mit einem Baukastensystem angefangen, später WordPress ausprobiert und mich immer weiter vorgearbeitet. Mit jedem Projekt kam neue Erfahrung hinzu. Heute weiß ich, dass das Alter vielleicht eine psychologische Hürde sein kann, aber keine technische. Manchmal steht man sich selbst viel mehr im Weg als die Technik. Wenn man denkt „Das kann ich nicht mehr lernen“, wird es schwierig. Sagt man dagegen „Das kenne ich noch nicht“, sieht die Sache ganz anders aus.
Warum ich heute froh bin, angefangen zu haben; Mit 60 noch einmal etwas völlig Neues anzufangen, war für mich eine gute Erfahrung. Ich habe dabei nicht nur WordPress gelernt. Ich habe auch gemerkt, dass Neugier nichts mit dem Alter zu tun hat. Natürlich muss man nicht alles können. Ich kenne auch heute noch technische Bereiche, bei denen ich lieber erst einmal recherchiere. Aber genau das gehört dazu. Deshalb würde ich heute jedem sagen, der mit 60 oder 70 über einen eigenen Blog nachdenkt: Warum eigentlich nicht?





