Datenbanken beim Hosting einfach erklärt

Datenbanken beim Hosting einfach erklärt

Datenbanken mit dem Hosting – mal näher betrachtet

Der Begriff „Datenbank“ klingt für viele erst einmal nach komplizierter Technik. Dabei musst du als Betreiber einer normalen Website gar nicht genau wissen, wie eine Datenbank technisch aufgebaut ist. Wichtig ist vor allem, zu verstehen, wofür sie da ist und warum deine Website sie überhaupt braucht.

Gerade bei WordPress spielt die Datenbank eine zentrale Rolle. Dort werden viele Informationen deiner Website gespeichert. Ohne sie würde WordPress nicht funktionieren.

Die Datenbank arbeitet dabei meistens völlig unauffällig im Hintergrund. Du schreibst einen Blogartikel, veröffentlichst ihn und siehst anschließend die fertige Seite. Im Hintergrund werden die dazugehörigen Informationen in der Datenbank abgelegt.

Was ist eine Datenbank?

Stell dir eine große, gut sortierte Ablage vor. Dort werden Informationen nicht einfach irgendwo hineingeworfen, sondern nach bestimmten Bereichen geordnet gespeichert. Das macht eine Datenbank.

Bei einer WordPress-Website können dort unter anderem Informationen über Beiträge, Seiten, Kommentare, Benutzer, Menüs und viele Einstellungen gespeichert werden. Auch zahlreiche Plugins legen ihre eigenen Informationen dort ab.

Ein Beispiel vereinfacht es: Du veröffentlichst einen neuen Blogartikel. Der eigentliche Text und viele dazugehörige Angaben werden in der Datenbank gespeichert. Wenn später ein Besucher diesen Artikel aufruft, holt sich WordPress die benötigten Informationen wieder aus der Datenbank und baut daraus die fertige Webseite. Du bekommst davon normalerweise überhaupt nichts mit.

Warum braucht WordPress eine Datenbank?

WordPress besteht nicht einfach nur aus einzelnen Dateien. Damit das System weiß, welche Inhalte vorhanden sind und welche Einstellungen verwendet werden sollen, benötigt es einen Ort, an dem diese Informationen gespeichert werden.

Genau hier kommt die Datenbank ins Spiel.

Dort können unter anderem folgende Informationen liegen:

  • deine Beiträge und Seiten
  • Kommentare deiner Besucher
  • Benutzer und deren Einstellungen
  • Kategorien und Schlagwörter
  • Menüs
  • verschiedene WordPress-Einstellungen
  • Informationen von Plugins
  • weitere Daten, die für deine Website benötigt werden

Wenn du beispielsweise einen Artikel bearbeitest und auf „Aktualisieren“ klickst, werden die Änderungen entsprechend gespeichert. Öffnest du später den Artikel erneut, kann WordPress auf diese Informationen zurückgreifen. Die Datenbank ist damit, vereinfacht gesagt, das Gedächtnis deiner Website.

MySQL und MariaDB – was bedeutet das?

Beim Vergleich von Hosting-Tarifen tauchen häufig die Begriffe MySQL und MariaDB auf. Dabei handelt es sich um Datenbank-Systeme, mit denen Websites ihre Daten speichern und verwalten können. Beide werden bei Webhosting häufig eingesetzt und können mit WordPress verwendet werden. Für dich als Blogger ist der Unterschied im Alltag meistens nicht besonders wichtig. Du musst weder eine Datenbank programmieren noch selbst Tabellen anlegen.

Interessanter ist eine andere Angabe im Hosting-Tarif: Wie viele Datenbanken sind enthalten?

Wenn du beispielsweise mehrere WordPress-Websites betreiben möchtest, kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, wie viele Datenbanken dein Tarif erlaubt. In der Regel benötigt eine eigenständige WordPress-Installation ihre eigene Datenbank. Bei einem einzigen Blog wirst du dich damit allerdings kaum beschäftigen müssen.

Was passiert, wenn die Datenbank Probleme verursacht?

Solange alles funktioniert, bemerkst du die Datenbank wahrscheinlich überhaupt nicht. Schwierigkeiten können allerdings auftreten, wenn eine Datenbank beschädigt wird, ein Plugin einen Fehler verursacht oder bei einer Änderung etwas schiefgeht. Dann kann es beispielsweise vorkommen, dass bestimmte Inhalte nicht mehr richtig angezeigt werden oder WordPress eine Fehlermeldung ausgibt.

Genau deshalb sind Backups so wichtig.

Eine Sicherung deiner Website sollte nicht nur die Dateien enthalten. Auch die Datenbank gehört dazu. Denn wenn du nur die Dateien deiner WordPress-Website sicherst, fehlen möglicherweise wichtige Inhalte und Einstellungen.

Ein vollständiges Backup besteht deshalb, vereinfacht gesagt, aus den Dateien deiner Website und der dazugehörigen Datenbank. Und eine Firewall ist wichtig.

phpMyAdmin – was ist das?

Vielleicht findest du in deinem Hosting-Kundenbereich irgendwann den Namen phpMyAdmin. Das ist ein Werkzeug, mit dem sich Datenbanken über den Browser verwalten lassen. Dort kann man beispielsweise Datenbanken ansehen, Tabellen überprüfen oder bestimmte Änderungen durchführen. Eine Datenbank ist kein Bereich, in dem man einfach einmal neugierig herumklicken sollte. Schon eine falsche Änderung kann dazu führen, dass eine Website nicht mehr richtig funktioniert.

Im normalen WordPress-Alltag brauchst du phpMyAdmin meistens überhaupt nicht. WordPress und deine Plugins erledigen die meisten notwendigen Arbeiten automatisch.

Interessant wird phpMyAdmin eher dann, wenn du eine spezielle Anleitung befolgst oder ein technisches Problem lösen musst.

Wie viele Datenbanken brauche ich?

Das hängt davon ab, wie viele Websites du betreiben möchtest. Für eine einzelne WordPress-Website reicht normalerweise eine Datenbank.

Betreibst du mehrere eigenständige WordPress-Websites mit einem Hosting-Tarif, wird in der Regel für jede Installation eine eigene Datenbank verwendet. Deshalb sollte man beim Hosting-Vergleich nicht nur auf den Preis oder den Speicherplatz achten, sondern auch auf die Anzahl der enthaltenen Datenbanken.

Für einen kleinen privaten Blog muss daraus aber keine Wissenschaft werden. Eine Datenbank reicht normalerweise völlig.

Datenbank und Speicherplatz

Auch eine Datenbank benötigt Speicherplatz. Bei einer normalen Website ist der Umfang allerdings häufig vergleichsweise überschaubar. Mit der Zeit können sich dort natürlich immer mehr Informationen ansammeln. Viele Beiträge, Kommentare, Plugin-Daten oder andere Inhalte können die Datenbank wachsen lassen.

Das bedeutet aber nicht, dass du ständig aufräumen musst. Eine gut gepflegte WordPress-Website kommt normalerweise auch mit einer größeren Datenbank problemlos zurecht. Wichtiger ist, dass dein Hosting insgesamt genügend Ressourcen zur Verfügung stellt und regelmäßig Sicherungen erstellt werden.

Muss ich mich als Blogger damit beschäftigen?

Eigentlich kaum.

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Nachricht für Einsteiger. Du musst keine Datenbank selbst erstellen, wenn dein Hosting die WordPress-Installation automatisch einrichtet. Auch die meisten täglichen Arbeiten erledigst du direkt in WordPress. Trotzdem halte ich es für sinnvoll, zumindest das Grundprinzip zu kennen. Wenn irgendwann eine Meldung wie „Datenbankverbindung konnte nicht hergestellt werden“ auftaucht oder der Support nach deiner Datenbank fragt, weißt du zumindest, worum es geht. Und genau darum geht es bei solchen Hosting-Begriffen: Du musst kein Fachmann werden. Du solltest nur verstehen, was hinter den Begriffen steckt.

Die Datenbank ist das Gedächtnis deiner Website

Eine Datenbank klingt kompliziert, erfüllt aber im Grunde eine ziemlich einfache Aufgabe: Sie speichert wichtige Informationen deiner Website und stellt sie WordPress bei Bedarf wieder zur Verfügung.

Beiträge, Seiten, Kommentare, Benutzer, Einstellungen und viele weitere Informationen werden dort verwaltet. Systeme wie MySQL oder MariaDB übernehmen dabei die technische Arbeit.

Als Blogger musst du dich normalerweise nicht täglich darum kümmern. Trotzdem gehört die Datenbank zu den wichtigsten Bestandteilen deiner Website – und deshalb sollte sie bei Backups unbedingt mitgesichert werden.

  • Achte beim Hosting auf eine ausreichende Anzahl an Datenbanken.
  • Für eine einzelne WordPress-Website reicht normalerweise eine Datenbank.
  • Sichere bei einem Backup immer auch die Datenbank.
  • Ändere in phpMyAdmin nichts, wenn du nicht genau weißt, was du machst.
  • Lass WordPress und dein Hosting möglichst die Routinearbeiten übernehmen.
  • Keine Angst vor dem Begriff Datenbank: Im Alltag bekommst du davon meistens gar nichts mit.
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