Sicherheit und Backups

SICHERHEIT UND BACKUPS – Warum sind die Sicherheit und auch Backups wichtig?
Wenn du eine Website betreibst, denkst du wahrscheinlich zuerst an Inhalte, Design, Besucher und vielleicht an Google. Sicherheit steht dabei nicht immer ganz oben auf der Liste. Eigentlich sollte sie dort aber einen festen Platz haben. Denn eine Website kann aus ganz unterschiedlichen Gründen Probleme bekommen. Ein Plugin macht nach einem Update plötzlich Ärger, eine Datei wird versehentlich gelöscht oder im schlimmsten Fall verschafft sich jemand unerlaubten Zugriff. Dann ist es gut, wenn nicht alles verloren ist. Die gute Nachricht: Du musst kein Sicherheitsexperte sein. Moderne Hosting-Pakete bringen bereits einige Schutzfunktionen mit. Und mit regelmäßigen Backups kannst du dich zusätzlich gegen viele unangenehme Überraschungen absichern.
Sicherheit beginnt beim Hosting
Ein guter Hosting-Anbieter kümmert sich nicht nur darum, dass deine Website erreichbar ist. Auch der Server selbst sollte geschützt werden. Dazu gehören etwa Firewalls, Schutz vor verdächtigen Zugriffen, Überwachung des Servers und je nach Tarif auch automatische Sicherheitsprüfungen. Für dich als Website-Betreiber bedeutet das vor allem: Du musst nicht jede technische Sicherheitsmaßnahme selbst einrichten. Trotzdem bleibt ein wichtiger Teil bei dir. Eine aktuelle Website ist deutlich besser geschützt als eine Installation, bei der WordPress, Plugins und Themes seit Monaten nicht mehr aktualisiert wurden. Auch unnötige Plugins sollte man nicht einfach dauerhaft installiert lassen. Sicherheit ist deshalb keine einzelne Funktion im Hosting-Tarif. Sie entsteht aus mehreren Dingen, die zusammenspielen.
SSL gehört heute einfach dazu
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die verschlüsselte Verbindung. Du erkennst sie an https:// vor der Internetadresse und am kleinen Schloss im Browser. Ein SSL-Zertifikat sorgt dafür, dass Daten zwischen dem Besucher und deiner Website verschlüsselt übertragen werden. Das ist besonders wichtig, wenn Besucher unter anderem ein Kontaktformular ausfüllen oder sich irgendwo anmelden. Bei Hosting-Tarifen gehört ein kostenloses SSL-Zertifikat (Let’s encrypt) inzwischen praktisch zum Standard. Wenn du einen Hosting-Anbieter vergleichst, solltest du trotzdem darauf achten, dass SSL enthalten ist und automatisch verlängert wird. Das Schöne daran: Wenn es einmal eingerichtet ist, musst du dich normalerweise kaum noch darum kümmern.
Backups – wenn doch einmal etwas schiefgeht
Noch wichtiger als viele Sicherheitsbegriffe ist eine gute Sicherung. Stell dir vor, deine Website funktioniert heute wunderbar. Morgen installierst du ein Plugin, danach erscheint plötzlich eine Fehlermeldung und nichts sieht mehr so aus wie vorher. Oder ein Update läuft schief. Vielleicht löschst du sogar versehentlich etwas Wichtiges. Genau dann kommt das Backup ins Spiel. Ein Backup ist nichts anderes als eine Sicherung deiner Website. Je nach Verfahren werden dabei die Dateien, Bilder, Einstellungen und die Datenbank gespeichert. Im Notfall kann damit ein früherer Zustand wiederhergestellt werden. Das ist ein wenig wie eine Sicherungskopie auf dem Computer. Nur eben für deine komplette Website. Viele Hosting-Anbieter erstellen solche Sicherungen automatisch. Das ist sehr praktisch, denn du musst nicht jedes Mal selbst daran denken. Mein Webhoster erstellt etwa täglich Backups und hält diese auch einige Tage vor.
Automatische Backups sind gut – eigene Sicherungen noch besser
Auf automatische Backups würde ich mich trotzdem nicht blind verlassen. Bevor du größere Änderungen an deiner Website vornimmst, ist eine zusätzliche eigene Sicherung sinnvoll. Das gilt beispielsweise vor einem größeren WordPress-Update, einem Theme-Wechsel oder wenn du mehrere Plugins gleichzeitig verändern möchtest. Denn manchmal merkt man erst nach einer Änderung, dass etwas nicht mehr funktioniert. Dann ist es beruhigend, einfach auf den vorherigen Stand zurückgehen zu können.
Wichtig ist außerdem die Frage, wie lange ein Hosting-Anbieter seine Backups aufbewahrt. Ein Tarif kann tägliche Sicherungen anbieten, aber wenn nur wenige ältere Versionen verfügbar sind, ist das nicht unbedingt die optimale Lösung. Noch besser ist es, wichtige Sicherungen zusätzlich außerhalb des eigentlichen Webservers aufzubewahren. Dann hast du nicht nur eine Kopie am gleichen Ort, sondern eine zusätzliche Absicherung.
Was du selbst für die Sicherheit tun kannst
Der Hosting-Anbieter kann viel übernehmen – aber nicht alles. Ein sicheres Passwort für den Hosting- und WordPress-Zugang gehört zu den einfachsten Maßnahmen. Hierfür darfst du gerne meinen kostenlosen Passwort-Generator nutzen. Noch besser ist eine Zwei-Faktor-Anmeldung, wenn sie angeboten wird. Dabei reicht das Passwort allein nicht mehr aus, sondern es wird zusätzlich ein Sicherheitscode benötigt.
Auch bei Plugins lohnt sich ein wenig Ordnung. Was du nicht brauchst, kannst du löschen. Was du verwendest, sollte aktuell gehalten werden. Bei Updates muss man nicht in Panik geraten, aber ein Backup vor größeren Änderungen ist eine vernünftige Gewohnheit.
Und genau deshalb gehören Sicherheit und Backups für mich zusammen: Sicherheit soll verhindern, dass überhaupt etwas passiert. Ein Backup sorgt dafür, dass du im Ernstfall nicht völlig hilflos dastehst.
Backup – lieber einmal zu viel gesichert
Sicherheit bei einer Website muss kein kompliziertes Thema sein. Achte bei deinem Hosting auf grundlegende Schutzfunktionen, ein kostenloses SSL-Zertifikat und regelmäßige Backups. Halte WordPress und deine Erweiterungen aktuell, verwende sichere Zugangsdaten und aktiviere – wenn möglich – die Zwei-Faktor-Anmeldung. Und vor größeren Änderungen gilt eine einfache Regel: Erst sichern, dann basteln. Das klingt vielleicht etwas langweilig. Aber wenn nach einer Änderung plötzlich die Website nicht mehr funktioniert, wird aus dem langweiligen Backup sehr schnell eine ziemlich gute Idee.
Hinweis: Es sind nur einige Plugins gelistet, die Auflistung ist nicht vollständig.




