E-Mail und Webhosting

Email und Webhosting – mal einfach zusammengefasst

Wenn du ein Hosting-Paket für deine Website bestellst, bekommst du in der Regel nicht nur Speicherplatz für deine Internetseite. Heute gehört auch ein E-Mail-Dienst mit eigenen Postfächern dazu. Damit kannst du E-Mail-Adressen verwenden, die zu deiner eigenen Domain gehören. Statt einer privaten Adresse wie [email protected] kannst du beispielsweise [email protected] oder [email protected] nutzen. Das wirkt nicht nur professioneller. Vor allem bei einer eigenen Website ist eine E-Mail-Adresse mit der eigenen Domain einfach stimmiger. Welche Möglichkeiten dein Hosting bietet, hängt allerdings vom jeweiligen Tarif ab.

Email Adresse und E-Mail-Postfach – ist das dasselbe?

Nicht ganz. Die Begriffe werden im Alltag gerne durcheinandergeworfen. Eine E-Mail-Adresse ist zunächst einmal die Adresse, unter der du erreichbar bist. Das kann zum Beispiel [email protected] sein. Ein Postfach ist dagegen der Speicherplatz, in dem die eingehenden Nachrichten tatsächlich abgelegt werden. Du kannst also mehrere Adressen haben, ohne unbedingt für jede davon ein eigenes Postfach zu benötigen. Genau hier kommen sogenannte Weiterleitungen oder Aliase ins Spiel. Für einen kleinen Blog reichen oft ein oder zwei richtige Postfächer völlig aus. Eine zusätzliche Adresse wie kontakt@… oder redaktion@… dein-name@…. kann dann beispielsweise auf dein vorhandenes Hauptpostfach weiterleiten.

E-mail und Speicher

Auch E-Mails benötigen Speicherplatz. Dabei geht es nicht nur um den Text einer Nachricht. Besonders Anhänge wie Fotos, PDFs oder Dokumente können ein Postfach schnell füllen. Hosting-Tarife unterscheiden sich deshalb darin, wie viel Speicher für E-Mails zur Verfügung steht und wie viele Postfächer angelegt werden dürfen.

Für einen normalen Blog braucht man meistens keine riesigen Mengen. Wer seine E-Mails allerdings über viele Jahre aufbewahrt und regelmäßig große Anhänge erhält, sollte etwas genauer hinschauen.

Ein wichtiger Punkt dabei: Der Speicherplatz für E-Mails und der Speicherplatz für deine Website können je nach Hosting-Anbieter getrennt voneinander behandelt werden. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Tarifbeschreibung.

IMAP – deine E-Mails bleiben überall synchron

IMAP ist heute für die meisten Nutzer die praktischste Lösung. Die Nachrichten bleiben dabei auf dem Mailserver gespeichert und deine verschiedenen Geräte greifen auf dieses Postfach zu. Dadurch kannst du dieselben E-Mails auf dem Smartphone, Tablet und Computer verwenden. Liest du eine Nachricht am Smartphone, wird sie normalerweise auch am Computer als gelesen angezeigt. Löschst du sie auf einem Gerät, verschwindet sie auch auf den anderen Geräten. Das macht IMAP besonders praktisch, wenn du regelmäßig zwischen verschiedenen Geräten wechselst.

Vereinfacht gesagt: IMAP sorgt dafür, dass deine Geräte mit demselben E-Mail-Postfach arbeiten.

POP3 – der ältere Weg

POP3 verfolgt einen anderen Ansatz. Die Nachrichten werden dabei normalerweise vom Mailserver auf ein Gerät heruntergeladen. Das kann sinnvoll sein, wenn du deine E-Mails hauptsächlich auf einem einzigen Computer verwaltest. Nutzt du dagegen Smartphone, Tablet und PC gleichzeitig, kann POP3 schnell unpraktisch werden. Denn je nach Einstellung kann eine heruntergeladene Nachricht anschließend vom Server entfernt werden. Dann ist sie auf einem anderen Gerät möglicherweise nicht mehr vorhanden.

Für moderne E-Mail-Nutzung ist IMAP deshalb meistens die bessere Wahl.

SMTP – damit deine E-Mails auf die Reise gehen

Während IMAP und POP3 hauptsächlich für den Empfang beziehungsweise die Verwaltung von Nachrichten zuständig sind, kümmert sich SMTP um den Versand.

SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol. Das klingt zunächst wieder nach einem typischen Hosting-Begriff, den niemand freiwillig kennenlernen möchte. Im Grunde bedeutet es aber nur: Dieses Verfahren sorgt dafür, dass deine E-Mail vom Mailprogramm an den zuständigen Mailserver und anschließend zum Empfänger übertragen werden kann.

Wenn du in deinem E-Mail-Programm auf „Senden“ klickst, läuft dieser Vorgang im Hintergrund ab.

Die entsprechenden SMTP-Daten werden normalerweise bei der Einrichtung des E-Mail-Kontos eingetragen. Viele Programme erkennen bestimmte Einstellungen inzwischen automatisch.

Zur Einrichtung deiner E-Mail gibt es ein gut funktionierendes (kostenloses) PLUGIN: WP Mail SMTP. Das Plugin lässt sich einfach einrichten.

Webmail – E-Mails direkt im Browser lesen

Ein weiterer praktischer Bestandteil vieler Hosting-Angebote ist Webmail. Damit kannst du deine E-Mails direkt im Browser öffnen, ohne Outlook, Thunderbird oder eine andere Mail-App zu installieren. Du meldest dich einfach mit deinen Zugangsdaten an und kannst Nachrichten lesen, beantworten oder neue E-Mails schreiben. Das ist besonders praktisch, wenn du unterwegs an einem fremden Computer sitzt oder gerade kein eigenes Mailprogramm zur Verfügung hast.

Spamfilter – damit der Posteingang nicht überläuft

Leider gehört Spam inzwischen zum Alltag jeder E-Mail-Adresse. Werbung ist dabei noch das kleinere Problem. Immer wieder landen auch gefälschte Rechnungen, angebliche Gewinnbenachrichtigungen oder Nachrichten mit betrügerischen Links im Postfach.

Ein Spamfilter versucht, solche unerwünschten Nachrichten automatisch zu erkennen und auszusortieren. Je nach Anbieter und Einstellung landen sie direkt im Spam-Ordner.

Ganz perfekt funktioniert das natürlich nie. Deshalb solltest du auch bei einem guten Spamfilter aufmerksam bleiben und verdächtige Nachrichten nicht einfach öffnen oder auf Links klicken.

Weiterleitungen und zusätzliche Adressen

Eine eigene Domain ermöglicht dir, mehrere passende E-Mail-Adressen einzurichten.

Zum Beispiel:

[email protected]
[email protected]
[email protected]

Du brauchst dafür aber nicht zwingend drei unterschiedliche Postfächer. Wenn dein Hosting sogenannte Weiterleitungen oder Aliase unterstützt, können mehrere Adressen auf ein gemeinsames Postfach zeigen. So bleibt die Verwaltung einfach: Nach außen kannst du verschiedene Kontaktmöglichkeiten anbieten, während die Nachrichten bei dir an einer zentralen Stelle ankommen.

Autoresponder – automatische Antworten

Ein Autoresponder verschickt automatisch eine vorbereitete Antwort, wenn jemand dir eine E-Mail schreibt. Das kann beispielsweise während eines Urlaubs praktisch sein. Der Absender erhält dann sofort einen Hinweis, dass du momentan nicht erreichbar bist und wann ungefähr mit einer Antwort zu rechnen ist.

Für einen normalen Blog wirst du diese Funktion vielleicht nur selten benötigen. Trotzdem kann sie bei bestimmten Projekten sehr hilfreich sein.

E-Mail-Sicherheit nicht vergessen

Auch eine E-Mail-Adresse gehört zur Sicherheit deiner Website. Verwende deshalb ein sicheres Passwort für dein Postfach und gib die Zugangsdaten nicht unnötig weiter. Besonders wichtig ist außerdem, bei unbekannten Nachrichten vorsichtig zu sein.

Eine seriös aussehende E-Mail ist nämlich noch lange keine seriöse E‑Mail. Gerade gefälschte Rechnungen oder angebliche Nachrichten von bekannten Unternehmen können täuschend echt aussehen.

Wenn dein Hosting zusätzliche Sicherheitsfunktionen für E-Mail anbietet, solltest du diese ebenfalls nutzen.

E-Mail gehört zum Hosting einfach dazu

Die E-Mail-Funktionen eines Hosting-Pakets wirken zunächst umfangreicher, als sie im Alltag tatsächlich sind. Für einen normalen Blog brauchst du meistens nur wenige Dinge: ein oder zwei Postfächer, ausreichend Speicher, IMAP für die Nutzung auf mehreren Geräten und einen guten Spamfilter.

Begriffe wie SMTP, POP3, Autoresponder oder Weiterleitung klingen technisch, lassen sich aber schnell verstehen. Wichtig ist vor allem, dass du weißt, wofür sie zuständig sind.

Bei der Wahl eines Hosting-Tarifs lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf die E-Mail-Funktionen. Wie viele Postfächer sind enthalten? Wie viel Speicher steht zur Verfügung? Gibt es Webmail und einen Spamfilter? Sind Weiterleitungen möglich?

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