Hosting – der Kundenbereich in einer Übersicht

Hosting – unterschiedliche Kundenbereiche und Panels
Wenn du ein Hosting-Paket bestellst, bekommst du nicht nur Speicherplatz für deine Website. Du erhältst auch eine Art digitale Schaltzentrale, über die du dein Hosting, deine Domains, E-Mail-Adressen und oft auch deine WordPress-Installationen verwalten kannst.
Dabei begegnen dir Begriffe wie Kundenbereich, Control Panel, Plesk, cPanel, LiveConfig oder WP Toolkit. Das klingt zunächst nach ziemlich viel Technik. Tatsächlich erfüllen diese Systeme aber vor allem einen Zweck: Sie sollen dir die Verwaltung deiner Website möglichst einfach machen.
Wichtig ist dabei eine Unterscheidung: Der Kundenbereich und das eigentliche Hosting-Control-Panel sind nicht dasselbe.
Ich hatte inzwischen etliche Hostings mit verschiedenen Kundenbereichen und WordPress-Benutzeroberflächen. Anfangs war es teils recht schwierig, zunächst den Überblick zu bekommen. Aber, letztendlich sind sie alle überschaubar und recht einfach zu bedienen.
Kundenbereich und Control Panel – zwei verschiedene Dinge
Der Kundenbereich ist normalerweise für alles zuständig, was mit deinem Vertrag direkt beim Hosting-Anbieter zu tun hat. Dort findest du beispielsweise Rechnungen, Vertragsdaten, gebuchte Produkte, Domains oder Möglichkeiten, deinen Tarif zu ändern. Auch der Kontakt zum Support läuft häufig über diesen Bereich.
Das Hosting-Control-Panel geht dagegen eine Ebene tiefer. Hier wird nicht der Vertrag verwaltet, sondern das technische Hosting. Du kannst dort etwa Domains zuordnen, E-Mail-Adressen einrichten, Datenbanken verwalten, SSL-Zertifikate kontrollieren oder Dateien bearbeiten.
Man kann es sich ganz einfach merken:
Kundenbereich = dein Vertrag und dein Hosting-Konto.
Control Panel = deine technische Hosting-Verwaltung.
Welches Control Panel du bekommst, hängt vom jeweiligen Anbieter und Tarif ab. Deshalb sieht die Oberfläche bei verschiedenen Hostern manchmal völlig unterschiedlich aus.
LiveConfig, Plesk und cPanel – was ist der Unterschied?
Hier wird es interessant, denn nicht jeder Hosting-Anbieter setzt auf dieselbe Verwaltungsoberfläche.
LiveConfig ist etwa ein Hosting-Control-Panel, mit dem sich Webspace, E-Mail, Datenbanken, Domains und SSL über den Browser verwalten lassen. Auch die Installation von Anwendungen wie WordPress kann darüber erfolgen. LiveConfig ist dabei nicht speziell auf WordPress ausgerichtet, sondern kümmert sich um die allgemeine Verwaltung des Hostings.
Plesk ist ebenfalls eine umfangreiche Verwaltungsoberfläche. Neben den klassischen Hosting-Funktionen bietet Plesk eine spezielle Verwaltung für WordPress an. Je nach Ausstattung können dort beispielsweise WordPress-Installationen aktualisiert, gesichert, geklont oder in einer Testumgebung ausprobiert werden.
cPanel verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Auch hier lassen sich Domains, Dateien, Datenbanken, E-Mail und andere Hosting-Funktionen über eine grafische Oberfläche verwalten. Für WordPress kann zusätzlich das WP Toolkit zur Verfügung stehen.
Für dich bedeutet das vor allem: Du musst nicht wissen, welches System technisch „besser“ ist. Entscheidend ist, ob du mit der Oberfläche gut zurechtkommst und welche Funktionen dein konkreter Hosting-Tarif tatsächlich anbietet.
WP Toolkit – die Verwaltung speziell für WordPress
WP Toolkit ist etwas anderes als ein komplettes Hosting-Control-Panel. Es ist vielmehr eine zusätzliche Verwaltungsoberfläche, die sich speziell um WordPress kümmert. Du findest dort deine WordPress-Websites und kannst viele Aufgaben zentral erledigen. Dazu gehören unter anderem die Installation von WordPress, Updates, Plugin- und Theme-Verwaltung, Backups, Wiederherstellung, Sicherheitsprüfungen und teilweise auch Klonen oder Testumgebungen. Gerade wenn man mehrere WordPress-Websites betreibt, kann das sehr praktisch sein.
Ein einfaches Beispiel: Du hast fünf WordPress-Websites. Ohne eine zentrale Verwaltung musst du dich möglicherweise bei jeder Website einzeln anmelden und Updates durchführen. Mit einem entsprechend ausgestatteten WP Toolkit kannst du mehrere Installationen aus einer Oberfläche heraus verwalten. Das spart nicht nur Zeit. Man bekommt auch einen deutlich besseren Überblick darüber, welche Websites vorhanden sind und wo beispielsweise Updates anstehen. Wichtig ist allerdings: Nicht jeder Hosting-Tarif enthält alle Funktionen des WP Toolkit. Je nach Anbieter und Version können sich die Möglichkeiten unterscheiden. Bei Plesk gibt es beispielsweise verschiedene Ausstattungsstufen.
Was du im Control Panel tatsächlich brauchst
Die vielen Menüpunkte können am Anfang etwas erschlagend wirken. In der Praxis wirst du wahrscheinlich nur einen kleinen Teil davon regelmäßig benötigen. Besonders wichtig sind meistens Domains, E-Mail, SSL, Datenbanken, Dateien und Backups. Dazu kommt bei WordPress häufig noch die entsprechende WordPress-Verwaltung.
Einige Funktionen wirst du dagegen vielleicht nur weniger oft brauchen. Dazu gehören beispielsweise die Einrichtung einer Datenbank oder die Änderung bestimmter Servereinstellungen. Auch der Dateimanager kann praktisch sein. Damit kannst du Dateien und Ordner direkt im Browser verwalten, ohne jedes Mal ein zusätzliches FTP-Programm verwenden zu müssen.
Eine weitere hilfreiche Funktion ist die One-Click-Installation. Damit lassen sich Anwendungen wie WordPress mit wenigen Schritten installieren. Je nach System werden dabei auch Datenbank und grundlegende Einstellungen automatisch eingerichtet.
Wenn du zum ersten Mal ein Hosting-Control-Panel öffnest, sieht es schnell nach einer Raumstation aus. Überall stehen Begriffe, Buttons und Einstellungen. Davon brauchst du dich nicht beeindrucken zu lassen. Du musst nicht wissen, was jede einzelne Funktion macht. Für den Anfang reicht es völlig, wenn du weißt, wo du deine Domain findest, wie du WordPress installierst, wo deine E-Mail-Adressen eingerichtet werden und wo du Backups findest.
ABER, und das ist wirklich – gerade für Einsteiger – wichtig und entscheidend: der SUPPORT eines Hostings. Da ich mittlerweile über 10 Webhostings kennengelernt habe und auch deren Supports, weiß ich inzwischen, dass sie unterschiedlich schnell oder fachlich kompetent antworten. Wenn es um spezielle Fragen geht – zum Beispiel zur Datenbank –, dann kann ein guter Support hier ausgezeichnet und schnell unterstützen, ohne dass du dich in die Thematik tief einarbeiten musst. Nach und nach lernst du immer mehr dazu.
Gerade bei WordPress ist eine Oberfläche wie das WP Toolkit interessant, weil viele typische Aufgaben dort gebündelt werden. Wer dagegen mehrere verschiedene Anwendungen oder klassische Hosting-Funktionen verwalten möchte, nutzt stärker das eigentliche Control Panel wie LiveConfig, Plesk oder cPanel.
KUNDENBEREICHE und PANELS – die Oberfläche soll dir Arbeit abnehmen
Kundenbereich, Control Panel und WordPress-Verwaltung sind keine drei verschiedenen Dinge, die du unbedingt kompliziert auseinanderhalten musst. Sie haben einfach unterschiedliche Aufgaben. Der Kundenbereich kümmert sich hauptsächlich um dein Kundenkonto und deinen Vertrag. Das Control Panel verwaltet dein Hosting mit Domains, E-Mail, Dateien, Datenbanken und weiteren Einstellungen. LiveConfig, Plesk oder cPanel sind unterschiedliche Lösungen für diese Hosting-Verwaltung. Das WP Toolkit geht noch einen Schritt weiter und konzentriert sich speziell auf die Verwaltung von WordPress-Websites.
Welche Kombination du bekommst, hängt vom Hosting-Anbieter und vom gewählten Tarif ab. Und genau deshalb lohnt sich beim Hosting-Vergleich nicht nur ein Blick auf Speicherplatz und Anzahl der Domains. Auch die Verwaltungsoberfläche kann einen deutlichen Unterschied machen. Denn am Ende zählt vor allem eines: Du solltest deine Website damit einfach verwalten können – ohne jedes Mal erst ein Technikstudium beginnen zu müssen.





