Plugins – begrenze auf die notwendigen

Plugins – zu viele muss nicht sinnvoll sein

Plugins – nur die installieren, die du wirklich brauchst

Wenn man mit WordPress anfängt, sind Plugins ein sehr wichtiges Thema. Es gibt für vieles passende Erweiterungen. Kostenlose Plugins, aber auch solche, die wir bezahlen müssen. Die meisten Plugins bieten eine sogenannte „Free-Version“, die hinsichtlich dem Funktionsumfang, den Design-Möglichkeiten und dem Support im Vergleich zur Pro-Version eingeschränkt sind.

Es werden häufig auch Plugins vorgeschlagen oder beworben, auch empfohlen, und dann entdeckt man noch eines, das angeblich die Website schneller, sicherer, schöner oder suchmaschinenfreundlicher machen soll. Klingt zunächst wunderbar. Schließlich möchte man mit seinem Blog möglichst viel erreichen. Also wird installiert, ausprobiert und getestet. Genau so habe ich es am Anfang auch gemacht. Heute weiß ich allerdings: Nicht jedes Plugin, das interessant klingt, muss auch auf meiner Website landen.

Warum zu viele Plugins wenig nutzen

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie faszinierend diese Möglichkeiten für mich waren. WordPress war für mich zunächst eine völlig neue Welt. Allein schon die Installation von WordPress, das erste Mal – es war ein Herausforderung und ein Abenteuer. Auf einmal konnte ich Funktionen hinzufügen, für die ich selbst niemals hätte programmieren können. Ein Plugin installieren, ein paar Einstellungen vornehmen und schon konnte die Website plötzlich etwas, was sie vorher nicht konnte. Das hatte schon etwas Verlockendes, besonders wenn man gerade anfängt, möchte man natürlich möglichst viel ausprobieren. Schließlich weiß man noch gar nicht, was alles möglich ist.

Das Problem entsteht meistens nicht beim ersten oder zweiten Plugin. Schwierig wird es, wenn aus einer Handvoll Erweiterungen irgendwann eine ziemlich lange Liste wird. Dann kommt vielleicht noch ein Plugin für SEO dazu, eines für Sicherheit, eines für Bilder, eines für den Cache, eines für Formulare und eines für irgendeine kleine Funktion, die man unbedingt haben wollte. Irgendwann schaut man in die Plugin-Liste und fragt sich: Brauche ich das eigentlich alles noch?

Plugins – wenn die Installation mehr und mehr werden

Gerade am Anfang habe ich Plugins teilweise nach dem Motto installiert: „Das könnte vielleicht irgendwann nützlich sein.“ Das ist rückblickend keine besonders gute Strategie. Ein Plugin sollte meiner Meinung nach einen konkreten Zweck erfüllen. Wenn ich nicht genau sagen kann, welches Problem damit gelöst werden soll, spricht einiges dafür, es gar nicht erst zu installieren.

Damals war ich allerdings neugieriger. Ich wollte wissen, was die einzelnen Erweiterungen können. Also wurde getestet. Manche Plugins waren tatsächlich hilfreich. Andere habe ich nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Bei einigen stellte ich erst später fest, dass sie Funktionen enthielten, die ich überhaupt nicht benötigte. Mit zunehmender Erfahrung wurde ich vorsichtiger.

Das Gute ist ja, wenn wir die Free-Versionen installiert haben, können wir sie auch wieder löschen, kostet ja schließlich nichts.

Heute schaue ich mir genauer an, was ein Plugin eigentlich macht und ob ich die entsprechende Funktion wirklich brauche. Dabei interessiert mich nicht nur die Beschreibung im WordPress-Verzeichnis oder auf der Website des Anbieters. Ich schaue mir auch an, ob das Plugin regelmäßig aktualisiert wird, ob es mit meiner WordPress-Version kompatibel ist und ob es einen guten Grund gibt, es dauerhaft einzusetzen.

Denn ein Plugin ist nicht einfach nur eine Installation in WordPress. Es erweitert die Website und läuft im Hintergrund mit. Je mehr Erweiterungen installiert sind, desto mehr Dinge müssen miteinander funktionieren. Das bedeutet nicht, dass eine Website mit vielen Plugins automatisch schlecht ist. Es gibt durchaus WordPress-Websites, die mit zahlreichen Erweiterungen problemlos laufen. Entscheidend ist vielmehr, was diese Plugins tun und ob sie wirklich gebraucht werden.

Genau da habe ich meine Einstellung verändert.

Wenn ein Plugin eine interessante Funktion bietet, kann man es ja einmal ausprobieren. Heute denke ich: Wenn ich die Funktion nicht wirklich benötige, lasse ich es lieber.

Besonders interessant finde ich dabei die kleinen Funktionen. Manchmal installiert man ein Plugin nur wegen einer einzigen Möglichkeit. Vielleicht möchte man einen bestimmten Button verändern oder eine kleine Anzeige ergänzen. Dafür läuft dann dauerhaft eine zusätzliche Erweiterung auf der Website. Irgendwann stellt man fest, dass man diese Funktion eigentlich kaum nutzt.

In solchen Fällen frage ich mich inzwischen: Ist dieses Plugin die zusätzliche Komplexität wirklich wert?

Nicht immer lautet die Antwort „Nein“. Es gibt Plugins, auf die ich nicht verzichten möchte, weil sie eine wichtige Aufgabe übernehmen. Sicherheit, Backups oder bestimmte Funktionen können durchaus sinnvoll sein. Auch bei SEO oder Performance können Erweiterungen nützlich sein, wenn man weiß, was man damit macht.

Problematisch wird es erst, wenn man für jedes kleine Problem sofort ein neues Plugin installiert.

Plugins – überprüfe und lösche

Eine Sache habe ich durch meine eigenen Erfahrungen besonders gelernt: Man sollte seine Plugin-Liste gelegentlich kritisch anschauen.

Nicht nur einmal im Jahr und auch nicht erst dann, wenn die Website plötzlich Probleme macht. Ich finde es sinnvoll, zwischendurch einfach einmal durchzugehen, was überhaupt noch installiert ist. Manche Plugins sind längst vergessen. Andere wurden vielleicht nur für einen bestimmten Test installiert. Wieder andere übernehmen Funktionen, die inzwischen von einem anderen Plugin oder sogar von WordPress selbst erledigt werden. Genau solche Erweiterungen können gelöscht werden.

Natürlich sollte man nicht einfach blind Plugins löschen. Vorher sollte man wissen, welche Aufgabe sie erfüllen und ob diese Funktion irgendwo anders benötigt wird. Ein Backup ist ebenfalls eine gute Idee, bevor man größere Änderungen an einer Website vornimmt. Aber wenn klar ist, dass ein Plugin nicht mehr gebraucht wird, muss es meiner Meinung nach auch nicht aus sentimentalen Gründen auf der Website bleiben.

Ich habe im Laufe der Zeit einige Plugins ausprobiert und wieder entfernt. Manche waren nur kurze Experimente, andere liefen längere Zeit. Dabei habe ich auch festgestellt, dass zwei Plugins manchmal ähnliche Aufgaben erledigen können. Dann stellt sich die Frage, ob man wirklich beide benötigt.

Genau hier kann eine Website unnötig kompliziert werden.

Ein Beispiel: Man möchte die Website schneller machen und installiere ein Plugin. Danach liest man etwas über Bildoptimierung und installiert ein zweites. Anschließend kommt ein weiteres Plugin für Cache-Funktionen dazu und noch eines, das angeblich bestimmte Skripte optimiert. Plötzlich hat man mehrere Erweiterungen, die teilweise in ähnliche Bereiche eingreifen.

Das muss nicht zwangsläufig schiefgehen. Es kann aber kompliziert werden.

Je mehr Komponenten zusammenspielen, desto schwieriger kann es werden, bei einem Problem herauszufinden, wo die Ursache liegt. Funktioniert plötzlich ein Kontaktformular nicht mehr? Liegt es am Formular-Plugin, am Cache, an einer Optimierung, am Theme oder an einer anderen Erweiterung? Wenn nur wenige Dinge installiert sind, ist die Suche nach der Ursache meistens überschaubarer.

Genau deshalb bin ich heute ein Freund von so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.

Das bedeutet nicht, dass ich Plugins grundsätzlich schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Ohne Plugins wäre WordPress für viele Anwender deutlich weniger flexibel. Ich finde es beeindruckend, was sich damit machen lässt. Man sollte diese Möglichkeiten nur nicht mit einer Verpflichtung verwechseln. Nur weil es ein Plugin für eine Funktion gibt, muss man diese Funktion nicht unbedingt haben.

Auch bei neuen Plugins bin ich inzwischen vorsichtiger. Ein Plugin muss nicht nur eine gute Beschreibung haben. Ich möchte wissen, ob es gepflegt wird, ob es zu meiner Website passt und ob ich es wirklich dauerhaft einsetzen möchte. Ein kurzer Test kann sinnvoll sein, aber danach sollte man auch wieder aufräumen. Das gilt übrigens nicht nur für Plugins.

Meine Website soll schließlich nicht möglichst viele Plugins besitzen. Sie soll Menschen etwas bieten. Einen interessanten Artikel, eine hilfreiche Information, eine persönliche Erfahrung oder einfach einen Text, den jemand gerne liest.

Die Technik soll dabei helfen. Sie sollte aber nicht zum Selbstzweck werden.

Heute schaue ich deshalb wesentlich genauer hin, bevor ich eine neue Erweiterung installiere. Ich frage mich: Welches konkrete Problem löst dieses Plugin? Brauche ich diese Funktion wirklich? Gibt es vielleicht schon eine andere Lösung? Und werde ich das Plugin auch in einigen Monaten noch benötigen?

Wenn ich diese Fragen nicht vernünftig beantworten kann, lasse ich es eher.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus meinen eigenen Plugin-Erfahrungen: Eine gute WordPress-Website braucht nicht möglichst viele Plugins. Sie braucht die richtigen Plugins.

Und manchmal ist das beste Plugin tatsächlich das, das man gar nicht installiert. Das hätte ich mir zu Beginn meines Blogabenteuers ruhig früher sagen können.

Hier geht’s zum PLUGIN-FINDER

Wenn du DEINE BILDER KOMPRIMIEREN/UMWANDELN möchtest, z.B. in webp oder AVIF – dann kannst du das KOSTENLOSE Tool nutzen

Teile gerne diesen Beitrag - ganz einfach!

Ähnliche Beiträge